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Hinter den Kulissen unseres Content Strategy Hangouts

Wo wir all unsere Geheimnisse über das Hosten eines “Hangout on Air” offenbaren…

 

Im Dezember haben wir beschlossen einen Google+ Hangout on Air über Content Marketing zu veranstalten. Warum? Die Technologie ist da, also schien es einfach eine gute Idee.

Für diejenigen, die Hangouts noch nicht kennen: Google+ hat eine Native App, die es dir erlaubt Video-Chats mit mehreren Personen zu hosten (Hangouts) und diese dann live an eine Zuhörerschaft zu streamen (Hangout on Air).

Wir haben mittlerweile zwei Hangouts auf die Beine gestellt (diesen und diesen hier, falls du sie noch nicht gesehen hast), bei denen wir die ein oder andere Sache gelernt haben.

In diesem kleinen Post wollen wir „unser erstes Mal“ genauer unter die Lupe nehmen und euren Wissensdurst bezüglich folgender Fragen stillen:

  • War es schwer ihn aufzustellen und zum Laufen zu bringen?
  • War es ein Erfolg?
  • Was würdest du anders machen?

 

War es schwer ihn aufzustellen und zum Laufen zu bringen?

In einem Wort, nein. Aber es hat ein wenig Zeit in Anspruch genommen. Pi mal Daumen: insgesamt 20 bis 30 Stunden für das Planen und Durchführen – mit allem drum und dran, und das mit einem Team von drei bis vier Leuten.

 

Inspiration

Wie jeder Neuling haben wir schamlos geklaut. Sicher, wir haben relevante Suchwörter wie “Wie hält man einen Google+ Hangout on Air” gegoogelt und rücksichtslos das Branded3 brunch Konzept geklaut. Sie haben nämlich eine EventBrite Page aufgebaut um Sign-ups zu managen, zusätzlich noch eine Google+ Event Page erstellt und dann während des Events sogar “kostenlose Muffins*” angeboten. Ja, Muffins. Ziemlich clever. (Und boah waren das gute Muffins. Danke Branded3!)

 

Themen und Teilnehmer

Das Thema kam wie von selbst, da Doug gerade an einem Werk getüftelt hat, das bald die ganze Content Marketing Welt auf den Kopf stellen würde. Danach haben wir uns nach guten und bekannten Diskussionsteilnehmern umgeschaut, die etwas Schlaues beitragen könnten. Wir haben gleich beim ersten Versuch fünf gewinnen können (High five!) obwohl einer von ihnen eigentlich bei Velocity arbeitet und zwei weitere Kunden sind. Trotzdem.

 

Promotion

Sobald wir unsere eigenen Registrierungsseiten auf EventBrite und Google+ aufgestellt haben, haben wir unser Vorhaben mit der Welt via Twitter ,  unserem eignen Blog, LinkedIn und eigentlich jedem anderem Channel, den wir kennen, geteilt. Und wir haben auch unsere Diskussionsteilnehmer gebeten, darüber zu bloggen.

Das war so ziemlich effektiv. Innerhalb eines Monats haben wir’s zu über 60 Anmeldungen auf Google+ und 90 bei EventBrite geschafft. Wir konnten sogar den Traffic über unserer EventBrite Seite tracken:

Google+ Hangout Analytics

 

Und unser persönliches Highlight: Wir haben die Leute, die sich registriert haben über eine kleine Box gefragt, ob sie über künftige Hangouts informiert werden wollen. Ungefähr 90 % haben begeistert (hoffentlich zumindest) die Box getickt, so dass unsere nächsten Hangouts nun immer mit einer (wachsenden) Mailing Liste beginnen (und unser erster halt nicht).

Um dem Ganzen ein bißchen Schwung zu verleihen, haben wir unserem Hangout ein leicht erkennbares Design verpasst. Alles – von der EventBrite Page, zur Google+ Event Seite bis hin zum Blog Post war  stark gebranded. Wir haben sogar ein paar tweetbare Poster designed:

Google+ Hangout Promo

 

Außerdem haben wir ziemlich hart daran gearbeitet unsere Diskussionsteilnehmer auf ihre Sternstunde vorzubereiten – sowohl technisch (lade das Plug-In VOR dem Hangout herunter) als auch inhaltlich. Auch wenn wir versucht haben, jegliche Bombadierungen via Email zu vermeiden, mussten wir trotzdem drei bis vier Mails schreiben. “ Das ist die Agenda.”, “ So nimmt man daran teil.”, “Hier gibts was zum Sharen.”, “Nicht vergessen…”.etc.

 

Vorbereitung

Es gab Kostümproben – drei insgesamt (an keiner waren die Diskussionsteilnehmer anwesend), bei denen wir gelernt haben wie so ein Hangout überhaupt funktioniert, wie wir die Teilnehmer einladen,  wie wir das „Bild“ präsentieren und wie man innerhalb des Hangouts chattet.

 

Der Vorhang fällt

Endlich, es geht los. Jeder der Diskussionsteilnehmer hat von zuhause aus teilgenommen(oder zumindest bei jemandem zuhause) – der Stille zu liebe. Der Hangout wurde ca. 15 Minuten vorher ins Leben gerufen und alle waren dann ein paar Momente vor Beginn online,  und siehe da wir sind dann auch – warte – pünktlich (!) live gegangen.

Die ganze Vorstellung zu moderieren war ziemlich easy. Mit diesem Geheimrezept:

Ein gutes Thema. Hervorragende Diskussionsteilnehmer. Ein bißchen Struktur. Heiß serviert.

Es konnte kaum was schief gehen. Obwohl Ryan’s “Trinkproblem” einige Fans von Marco Rubio inspiriert hat:

Ryan's Trinkproblem

 

Die live Kuration

Zu Beginn des Hangouts haben wir bekannt gegeben, dass #cshangout der Hashtag für Kommentare und Diskussionen rund um das Thema sein würde. Doug hat mit vollem Einsatz die herausstechenden Argumente aufgegriffen, um die Diskussion im Hintergrund am Laufen zu halten. Beide, er und Martha hatten Ausschau nach Kommentaren auf Google+ und YouTube gehalten.

 

War es ein Erfolg?

Die Umfrage sagt … so ziemlich.

Vorne weg, ein paar Leute mussten damit kämpfen, den Live Feed zu finden. Wir haben es auf der Google+ Seite promoted, aber das Video ist nicht dort erschienen, sondern wurde auf unserem Google+ Profil oder auf YouTube gestreamt.

Laut unseres groben Research hatten wir zwischen 20 und 30 Live Besucher auf Google+ und ungefähr 50 auf YouTube. In der darauffolgenden Woche haben dann noch zwei- bis dreimal so viele Leute sich den Hangout angeschaut.

 

Wir haben auch drei Reviews gelesen:

So, im Großen und Ganzen war’s eine positive Erfahrung, aber es gibt natürlich Raum für Verbesserung.

 

Was würdest du anders machen?

Ein paar Sachen:

  • Ein begrenzteres Thema: Wenn du nur eine Stunde hast um ein Thema abzudecken, solltest du es lieber eingrenzen. Trotz all unserer Bemühungen,  landeten wir bei Content Marketing im Allgemeinen (und wenn du in dem Bereich arbeitest, ist das ein so ziemlich weites Feld).
  • Ein kleineres Panel: Unser Panel war fabelhaft, so dass wir am liebsten noch mehr aus der gemeinsamen Zeit rausgeholt hätten. Mit so vielen Experten war es schwer jedem einzelnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Die Diskussion sollte zwischen maximal vier Teilnehmern (inklusive Moderator) statt finden. Du kannst aber den einen oder anderen Gelegenheitsgast einladen.
  • Ein Zuhause für die Show: Um Verwirrung zu vermeiden, haben wir das folgende Mal das gestreamte Video in unsere Website eingebaut: so haben wir dem Hangout ein  Heim gegeben und es gehört uns.
  • Eine präzisere Richtung: Wie Jim Burns betont hat, war das Tempo der Diskussion ab und zu abgebremst. Schaff’ Platz für Ideen und deren Erkundung, aber der Zuschauer sollte nicht das Gefühl haben, dass sich die Zeit zieht.
  • Das Live Format besser nutzen: Letzten Endes ist es immer noch ein Live Event und nicht aufgezeichnet. Es ist durchaus eine Überlegung wert das Ganze aufzuzeichnen um Live Fragen und Outside Events zu integrieren.
  • Ted-”Koppelisiere” die Produktion: Wir haben die vollkommene Professionalität in einigen Momenten aus den Augen verloren. “Pings” von Skype (Tut uns leid, Leute), Teilnehmer, die vom Schirm verschwanden und unser wassertrinkender Ryan  haben die Aufmerksamkeit vom wirklich Wichtigen entzogen.
  • Ein Takeaway: Mindestens ein Zuhörer hat sich etwas formalere  Zusammenfassung während des Hangouts gewünscht. Ein guter Punkt. Ryan hat im Nachhinein ein Storify verfasst und nächstes Mal versuchen wir ein wenig mehr zu machen.

Wir versuchen bei V immer dazuzulernen, also jeder, der etwas bezüglich unseres Hangouts oder Hangouts im Allgemeinen teilen möchte, sollte sich ermutigt fühlen hier Kommentare oder Anregungen zu lassen. 

 

Dieser Post wurde aus dem Englischen übersetzt.


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