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Der Kessler spricht – Content Marketing Vorsätze für’s neue Jahr

Ok, machen wir uns doch nichts vor: unser Content Marketing Guru Doug Kessler (aka Der Kessler) weiß schon ganz genau wovon er spricht. Die zweiwöchige Abstinenz während der Kessler-Weihnachtspause hat mich nicht nur in den Wahnsinn getrieben (Nein, du bist nicht allein), sondern auch zu einer erleuchtenden Erkenntnis geführt: Das Leben in der Content Marketing Welt ist einfach nicht lebenswert ohne den einen oder anderen Ratschlag von Doug.

Also habe ich heute beschlossen, dass 2013 das Kessler-Jahr wird. Jeden Monat werde ich ihm eine Handvoll Fragen über Themen stellen, die uns in der Content Marketing Welt bewegen (oder auch nicht).

Im Januar kann es selbstverständlich nur um eine Sache gehen – Die Content Marketing Vorsätze für 2013. Und nun geht es auch schon los.

Doug 'Der Kessler'

Doug ‘Der Kessler’, wie sehen deine Content-Marketing-Vorsätze für 2013 aus? Und wie läuft’s bis jetzt?

 

Als Content Marketer
Härter arbeiten und Inhalte erstellen, die B2B Marketers wirklich hilfreich finden
Provozieren ohne die Kontroverse zu jagen
Differenzieren ohne ins Lächerlich-Land abzugleiten
Die Produktionsrate steigern ohne dabei die Qualität zu opfern
Neue Sachen ausprobieren. Neue Arten von Geschichten erzählen. Neue Medien. Neue Taktiken.
Mehr Testen und aktiv das Erlernte erfassen.

Für’s Velocity Business
Die allerbesten Leute, die das Content Marketing Spiel zu bieten hat, anziehen. Kunden werden danach folgen.
Ihnen helfen, schnell zu lernen und fantastische Dinge zu machen.
Sich graziös von den Kunden trennen, für die wir keine fantastische Arbeit liefern können.
Schnell wachsen, aber nicht so schnell, dass Spaß, Service oder Qualität flöten gehen.

Huch. Das ist ne verdammt lange Liste.

 

Nehmen wir mal an, du könntest machen wonach dir gerade der Sinn steht – welche drei Dinge würdest du dieses Jahr ins Visier nehmen?

 

Wenn Zeit und Geld überhaupt keine Rolle spielten, dann würde meine Wunschliste diese drei Dinge enthalten:

  • Ein B2B Content Marketing Event in London. Vielleicht nur mit einigen wenigen Dutzend Leuten, die in Content Marketing arbeiten und mit anpacken die Disziplin zu entwickeln. Könnte spaßig sein.
  • Einen wunderschönen Druck, den man per Post verschickt. Es öffnet sich momentan eine Lücke für fantastische Drucke. Keiner macht’s mehr.
  • Eine sexy, scrollende, interaktive, reaktive Web ‘Experience’, die eine Geschichte erzählt. Nicht nur eine Website, die Dinge aufbewahrt.

 

Wir alle wollen permanent atemberaubende Dinge tun, aber Hand aufs Herz, der Tag hat leider nur 24 Stunden. Welche Content Marketing Vorsätze sind deiner Meinung nach zum Scheitern verurteilt? Oder in anderen Worten, was sollte ich meinem Manager nicht versprechen?

 

Viele Leute nehmen sich vor, ein Video pro Monat oder eine Infografik pro Woche zu produzieren. Wenn man aber nicht genügend Ressourcen hat, tendieren diese Art von Dinge schief zu gehen. Und du würdest ja keine Ressourcen einplanen ohne klare Ziele oder eine Strategie zu haben, die dieses Video oder eine Infografik oder was auch immer beinhaltet. Also warum nicht gleich mit den Zielen und der Strategie anfangen bevor man willkürlich die Entscheidung trifft, dass ein Video pro Monat das Ziel ist?

Für Velocity’s eigenes Content Marketing ist es superwichtig den Spaß im Prozess zu bewahren. Ohne den wird das Ganze ganz schnell zur Routinearbeit und zur Belastung. Also ziehe ich’s vor, eine konkrete Anzahl an Zielen festzulegen und einen Sweet Spot für unsere Themen und Inhalte zu haben – und dann jedem einfach selbst zu überlassen seine Interessen zu folgen und einige Dinge auszuprobieren.

Für unsere Kunden geht’s ein wenig disziplinierter zu, aber das Prinzip bleibt gleich: Habe Spaß, denn so wirst du wahrscheinlicher fantastische Inhalte produzieren – und das auch mit einer Kontinuität.

 

Was sind die nützlichsten Content-Marketing-Vorsätze, die du dieses Jahr gefunden hast? Welche sind die sinnlosesten?

 

Ich kaufe jeden Vorsatz ab, der auf eine höhere Qualität von Inhalten abzielt, anstelle nur auf Quantität. So wie die Flutwelle von Content Marketing am steigen und steigen ist, wird sie irgendwann auf uns alle zusammenbrechen. Dann wird Qualität weiter an der Oberfläche treiben. Mittelmäßige Sachen werden sinken.

Auf der anderen Seite, alle Vorsätze, die auf Ego-Metriken wie Followers oder Likes basieren, tendieren dazu, die Aufmerksamkeit von der einen Sache abzulenken, die wirklich zählt: Unterhaltungen, die deinen Lagerbestand als Influencer steigern lassen, die dann zu Umsatz führen.

 

Ok, lass uns kurz mal unseren Wahrsagerhut aufsetzen. Für B2B Marketers, was ist 2013 im Kommen und warum?

 

Es sieht ganz danach aus, dass 2013 das Jahr der Content Brands sein wird. Letztes Jahr drehte sich alles um Content Strategy. Dieses Jahr sollten wir uns alle darauf konzentrieren, großartige Content Brands aufzubauen, denen vertraut wird und die als unser Kernprodukt- oder Servicemarken geschätzt werden.

Marketers, die ihre Content Brands richtig aufbauen, wird es viel leichter fallen, Downloads und Shares zu erhalten. Die, die ihre Content Brand vernachlässigen, werden kämpfen müssen, um vom Junk hervorzustechen. Wir arbeiten gerade an einer neuen Slideshare die “Crap” heißt, bei der es genau um das geht.

Andere Trends:
Konsolidierung von Marketing Automation
Forgeschrittenes Content Analytics
Der Aufstieg des Chief Content Officer und interne Content Teams
Der Aufstieg von Sales & Marketing Operations al seine Disziplin

 

Was denkst du wird als “nächste heiße Ding” in 2013 überbewertet und warum?

 

Jedes Jahr im letzten Jahrzehnt galt als das Jahr, in dem Mobile den B2B Raum stürmt. Und dann passiert’s doch nicht. Mobile gewinnt auf jeden Fall immer mehr an Bedeutung aber ich sehe nicht, dass viele B2B Brands eine ‘ Mobile First’ Einstellung haben so wie es Consumer Brands es tun müssen. Für uns bedeutet Mobile mobile-freundliche Emails und Websites plus die gelegentliche Mobile App, wenn sie Sinn macht (so wie auf einem Event). Aber ich denke nicht, dass Mobile dieses Jahr B2B transformieren wird. Glaubst du’s?

Es wird die übliche Welle von ‘neuen’ sozialen Plattformen geben. Und vielleicht wird ja eine von denen auch bleiben.

 

Falls du B2B Marketers, die gerade für dieses Jahr planen, einen Rat geben könntest, welcher wäre es?

 

Versuche Inhalte herzustellen, die nur du in der Lage bist zu kreieren. Und mach’s so, dass es als das entgültige Wort zum Thema klingt. Das sind nun zwei Dinge.

 

Als allerletztes, was würdest du in 2013 nicht ändern wollen?

 

Für den Markt: Ich freue mich, dass Content Marketing Mainstream geht. Das würde ich nicht ändern wollen, obwohl ich mir schon darüber Sorgen mache, dass die Disziplin zur Massenware wird, da immer mehr Marken danach greifen. Es ist genau dieselbe Normalverteilung von Qualität, die auf eine neue Welle von Inhalten angewandt wird – das Mittelmäßige wird den richtig guten Dingen einen schlechten Ruf machen.

Ich hoffe auch, dass der Trend mehr in Richtung von spaßigen kreativen Inhalten in neuen Medien gehen wird (und das mit ein bißchen Attitude) und dass die Energie anhält. White Papers können so langweilig sein.

Für Velocity: Ich will nicht zu zuckersüß klingen, aber ich denke wir haben uns ein A-Team für B2B Content Marketing zusammengebaut (Luke ist Mr. T) und das will ich behalten. Die allerbesten Leute anzuziehen scheint das Geheimnis des Agenturspiels zu sein. So müssen wir nun die kleinen Scheißer glücklich halten.

Falls wir mit genauso großem Erfolg (und Glück) in 2013 so weitermachen können wie zuvor, haben wir eine fantastische Reise vor uns.

 

Ok, das war’s für heute mit dem Kessler. Falls du aber zusätzliche Fragen, Kommentare oder Vorschläge für weitere Interviewthemen hast, tobe dich unten im Kommentarbereich aus. Wir würden nur zu gerne von dir hören.

PS: Mein persönlicher Vorsatz für dieses Jahr: ein ‘Der Kessler spricht’-Interview pro Monat. Mal gucken ob’s klappt.


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