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14 Arten Informationen zu visualisieren

Hast du viele Infos, die du teilen willst? Bastelst du gerade an einer Infografik? Hier sind 14 Arten deine Informationen visuell zu organisieren – mit Beispielen und Tipps für wann man sie verwendet.

Viele Wege führen ja bekanntlich nach Rom. Und auch zur Infografik. Es gibt zwei Ansätze um herauszufinden, welcher Weg für dich der richtige ist, wenn’s darum geht Informationen oder Geschichten visuell zu präsentieren:

  1. Schau dir deine Daten oder Geschichte ganz genau an. Pflege deinen Zen-Garten und stelle dir die Frage: Wie würden meine Daten wohl gern aussehen?
  2. Stöbere durch hunderte von Infografiken und finde heraus, ob eine von den besseren dem ähnlich sieht, was du machen oder sagen willst.

Die gute Nachricht? Wir sind den zweiten Weg für dich schon gegangen. Also, wenn du deinen Zen-Garten gepflegt haben möchtest, musst du dir wohl jemand anderes suchen.

 

Die Herangehensweise:

Wir haben auf der Webseite Visual.ly (eine hervorragende Sammlung von Infografiken mit einer riesigen Community drumherum) hunderte der beliebtesten Infografiken genauer unter die Lupe genommen. Die Suche führte uns zu 14 visuellen Ansätzen, die wir hier vorstellen und jeweils drei Fragen beantworten:

Wann funktioniert ein bestimmter Ansatz am besten?

Was sollte man beim Design beachten?

Was sind gute Beispiele?

 

Die 10+4 visuellen Effekte

 

Anatomie

Ein Anatomiebild oder -infografik bietet eine mit Anmerkungen versehende Erforschung des Inhaltes, eines komplizierten Objektes oder einer Idee. Informationen können entweder metaphorisch dargestellt werden wie bei der Infografik “Antatomy of an SEO” (siehe Link unten), oder direkt wie bei der Infografik “Anatomy of a Perfect Website” (siehe Link unten).

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Immer wenn du Sachverhalte erklären möchtest, die aus vielen komplexen Bestandteilen bestehen, die nicht allgemein verbreitet und schwierig zu verstehen sind.

Was du beim Design beachten solltest:
Auch wenn das Ziel ist, Komplexität anschaulich und verständlich zu machen, musst du der Versuchung widerstehen, dich zu sehr in Details zu verlieren.

Einige Beispiele:
SEOMoz Anatomy of a Search Marketer , Anatomy of a Perfect Website

 

Zeitleiste

Zeitleisten sind perfekt um eine Reihe von Ursache-Wirkung-Beziehungen, aber auch Evolutionen darzustellen.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Wann immer Veränderung über einen bestimmten Zeitraum deine Aussage sein soll.

Was du beim Design beachten solltest:
Startest du spät in der Zeitleiste und arbeitest rückwärts, oder startest du früh und arbeitest nach vorn? Generell ist es eher das Letztere, es sei denn die Aussage, die du treffen möchtest betrifft die historischen Wurzeln von etwas. Achte auf die Zeitspanne – versuche Zeitlücken und -ansammlungen zu vermeiden.

Ein Beispiel:
Battlefield vs. Call of Duty Timeline

Beispiele zu Timeline-Untergruppen:

Geschichte von… Beispiel: History of Alarm Clocks

Evolution von… Beispiel: The Evolution of the Geek

 

Systematik

Wie in diesem Blog-Post, versuchen wir alles zu klassifizieren. Irgendwie beruhigt es unser Schimpansenhirn  Dinge in Schubladen zu stecken. Und Klassifizierungen erlauben uns auch, die Breite und Tiefe eines Themas darzustellen.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Falls du signifikante und sichtbare Unterschiede in Untergruppen verdeutlichen möchtest.

Was du beim Design beachten solltest:
Nutze diesen Ansatz nur, wenn du mehrere verschiedene Elemente hast, die sich auf verschiedenen Achsen bewegen. Falls du nur zwei Elemente hast, solltest du den Side-by-Side Vergleich nutzen(siehe unten); falls nur auf einer Achse, dann vielleicht die Skala (noch weiter unten).

Ein Beispiel:
Nuts & Bolts of Chart Types

Beispiele zu Systematik-Untergruppen:

Periodensystem-Beispiel: The Periodic Table of SEO Ranking Factors, The Periodic Table of Swearing

Ein Baum-Beispiel: Eloqua Blog Tree

 

Karten

Karten sind grossartig. Wir lieben sie. Man kann schauen wo man ist, wo man hin muss und wo… naja, der ganze andere Kram ist. Nichts zeigt räumliche und konzeptuelle Zusammenhänge besser, als eine Karte.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Wann immer du Nähe, Distanz und Richtung zwischen einer Anzahl von verschiedenen Elementen oder Datenpunkten kommunizieren möchtest.

Was du beim Design beachten solltest:
[Wenn du Bedeutung in das Layout der Karte packen kannst (das heißt, Strecken, Objekte und Größen bedeuten alle was), desto besser wird’s.]

Einige Beispiele:
Flowtown Social Networking Map, The Creative Process Map

 

Rutschen und Leitern

Du kennst das Spiel: du springst vorwärts und scheinst zufällig rückwärts zu rutschen – ein konstanter Kampf, von Anfang bis zum Ende.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Wenn du einen Prozess erklären möchtest, in dem so jeder am gleichen Ort anfangen und am selben Ziel ankommen soll (aber die Route von Start bis Ziel ist variable).

Was du beim Design beachten solltest:
Generell gibt’s nicht viel über die Schritte auf dem Weg zum Ziel zu diskutieren. Konzentriere dich auf die Sprünge vorwärts und rückwärts, denn diese sind es, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Ein Beispiel:
Credit Report 101

 

Raum entspricht Raum

Es ist eine der ersten Lektionen im Kindergarten: Manche Dinge sind groß, andere Dinge sind klein (aber nur verglichen miteinander). Die “Raum entspricht Raum“-Infografik vergleicht zwei oder mehr Elemente miteinander, mit dem gleichen Maßstab.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Wann immer du die relative Größe oder Anzahl verschiedener Dinge kommunizieren willst, weil deren Beziehung unerwartet oder interessant ist.

Was du beim Design beachten solltest:
Es ist hilfreich eine Messbasis fest zu legen und dann mit dieser zu vergleichen und kontrastieren. Das Ändern der Messbasis kann allerdings manchmal verwirrend sein.

Ein Beispiel:
What’s Smaller Than Apple

 

Maßstab

Alles im Universum, egal wie einzigartig, befindet sich auf einer gleitenden Skala – wir müssen uns nur selbst fragen, was diese Skala ist. Zum Beispiel, ein rosa Einhorn auf einer gleitenden Skala von “ist ein rosa Einhorn” bis hin zu “ist kein rosa Einhorn”, wobei die meisten Dinge im Universum eher am Endpunkt der zweiten Gruppe liegen.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Immer dann, wenn du eine Anzahl verschiedener Dinge unter einem bestimmten Kriterium ordnen oder kategorisieren möchtest.

Was du beim Design beachten solltest:
Top-down Skalen neigen dazu die Oberen Punkte gut aussehen zu lassen und die Unteren schlecht; Side by Side Vergleiche geben keinem Ende der Skala eine Präferenz.

Einige Beispiele:
The Likability of Angry Birds, The Trustworthiness of Beards

 

Side by Side-Vergleich

Wir alle kennen die Grundfunktionen dieser visuellen Form der klassischen Tabelle. Du startest mit der Auswahl eines Modells oder einem Beispiel oben, dann gehst du durch die Tabelle nach unten, um zu sehen, was das Modell kann oder nicht kann. Die Grundfunktion ist ganz einfach: ein Vergleich.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Wenn man nur eine begrenzte Anzahl von Elementen miteinander vergleichen möchte.

Was du beim Design beachten solltest:
Wenn man sich auf nur zwei Elemente konzentriert, erscheinen diese oft als wären sie miteinander im Konflikt.

Ein Beispiel:
Geek vs. Hipster

 

Entscheidungsbaum

Diese können fantastisch sein, wenn sie direkt oder lustig sind. Sie sind so konzipiert, um alle Situationen mit einer entsprechenden Antwort zu beantworten.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Entscheidungsbäume sind ideal, um den Nutzer, gedanklich und visuell, von einem unbestimmten Ausgangspunkt hin zu vielen verschiedenen Endpunkten zu führen.

Was du beim Design beachten solltest:
Jeder Punkt sollte so strukturiert sein, dass er nur ein oder zwei geschlossene (leicht zu beantwortende) Antworten hat. Schließe mit einer konkreten Empfehlung und komme schnell zum Punkt.

Einige Beispiele:
Should I accept that friend request?, Should I wear sweatpants?, Do you have to wake up yet?

 

Venn-Diagramm

Das Venn-Diagramm kommt von dem Philosophen Rudolf Venn-Herschelderferer, der niemals aufgab sondern nur eine weitere Ebene von Komplexität einfügte. Ganz ehrlich, diese Diagramme zwingen die Menschen zu Kompromissen. Man kann nicht alles haben, nimm’s wie es ist, alles, immer.

Wann benutzt du diesen Ansatz?
Wenn man den Leuten zeigen möchte, dass eine Situation kein ideales Szenario besitzt, sondern eine Reihe von Trade-offs und Kompromisse.

Was du beim Design beachten solltest:
Ich habe noch nie ein erfolgreiches Venn-Diagramm mit mehr als vier großen Kreisen gesehen. Das bedeutet nicht, dass es nicht möglich ist, ich mein ja nur.

Ein Beispiel:
How would you like your graphic design?

Dieser Post wurde aus dem Englischen übersetzt und das Original wurde von meinem Kollegen Ryan Skinner geschrieben, Danke Ryan.


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